
Warum Baustellen ins Visier geraten
Kupferkabel, Werkzeug und Diesel lassen sich leicht weiterverkaufen und sind nach der Entwendung kaum nachzuverfolgen. Ungesicherte Baustellen mit vorhersehbaren Arbeitszeiten sind die einfachsten Ziele - genau dann zählt Bewachung außerhalb der Arbeitszeit am meisten.
Gerade in den ersten Wochen nach Anlieferung von Maschinen oder Material ist das Risiko am höchsten, da der Standort öffentlich sichtbar und noch nicht durch Routine abgesichert ist.
Kontrollgänge nachts und am Wochenende
Wachpersonal patrouilliert, wenn die Baustelle sonst leer ist - nachts, am Wochenende, in den Ferien - also genau dann, wenn das Diebstahlrisiko am höchsten ist und kein Baustellenpersonal etwas bemerken würde.
Die Kontrollintervalle werden bewusst unregelmäßig gehalten, damit sich kein Muster erkennen lässt, auf das sich potenzielle Täter einstellen könnten.
Zutrittskontrolle für Gewerke
Wenn täglich mehrere Subunternehmer über eine Baustelle bewegen, fällt ein unbefugtes Fahrzeug leicht nicht auf. Ein protokollierter Zugangspunkt für Fahrzeuge und Personal schließt diese Lücke.
Bei Bedarf wird die Zufahrt zusätzlich fotografisch dokumentiert, sodass sich im Streitfall - etwa bei einem beschädigten Zaun - nachvollziehen lässt, wer wann auf dem Gelände war.
Abstimmung mit der Bauleitung
Die Sicherheitsplanung richtet sich nach dem Bauzeitenplan und wird verschärft, sobald hochwertiges Material oder Maschinen eintreffen, und gelockert, sobald diese verbaut oder abtransportiert sind.
So bleibt der Sicherheitsaufwand wirtschaftlich sinnvoll, statt über die gesamte Bauzeit hinweg unverändert auf demselben, oft zu hohen Niveau zu verharren.
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